Goethe in Frankreich

 
Frankreichaustausch 2022: Die erste Runde läuft!

21 Schüler aus dem 8., 9. und 10. Jahrgang verbrachten im Rahmen unserer Schulpartnerschaft mit
dem Collège André Albert in Saujon im September eine gute Woche in der Charente-Maritime in
Frankreich, um dort den Alltag in französischen Familien kennenzulernen.

On y va! – Auf geht‘s!
Am Montagabend trafen wir uns um 16:50 am Hauptbahnhof in Hildesheim. Von da aus ging es mit
der S-Bahn nach Hannover, wo auch schon der Flixbus bereitstand und wir auf den Rest gestoßen
sind, der mit dem Auto nach Hannover gefahren war. Mit dem Bus ging es durch die Niederlande
und Belgien nach Paris, wo wir am Dienstagmorgen angekommen sind. Nach einem leckeren
Croissant oder pain au chocolat an einer französischen Bäckerei ging es mit der Metro zunächst
zum Bahnhof Montparnasse, wo es uns nach einigen Schwierigkeiten mit der Bahngesellschaft
SNCF gelang, das Gepäck einzuschließen. Und nun konnten wir dann einen schönen Tag in Paris
verbringen. On se débrouille (typ. frz. = Man boxt sich durch...): Wir waren beim Eiffelturm, sahen
den Arc de Triomphe mit dem Place de l‘Etoile und den Champs-Elysées und besuchten den
Innenhof des Louvre mit der Glaspyramide. Anschließend hatten wir eine Stunde Zeit, uns in
kleinen Gruppen die Markthallen und ihre Umgebung anzusehen, bevor es auch schon wieder
zurück zum Gare Montparnasse ging, von dem aus wir mit dem TGV weiter nach Angoulême, der
Partnerstadt Hildesheims gefahren sind. Dort mussten wir in einen Regionalzug umsteigen.
Schließlich ging es weiter nach Saintes, wo wir abgeholt wurden, um in Fahrgemeinschaften nach
Saujon zu fahren. An der Schule angekommen warteten alle unsere Gastfamilien auf uns, zu denen
wir nach der herzlichen Begrüßung gefahren sind. Gegen 22 Uhr ging für alle dann der erste Tag
meist mit einer Dusche und einem schnellen Essen in Saujon zu Ende.

Mittwoch - unser erster Schultag in der französischen Schule mit strengen Regeln

Am Mittwochmorgen haben wir uns mit unseren Lehrern und allen Austauschpartnern um 08:00
Uhr in der Schulkantine getroffen. Nach der Begrüßung durch M. Compin, den Schulleiter und der
Vorstellung der anwesenden Lehrer, haben wir grob die wichtigsten Regeln gelernt und den Plan für
unseren Aufenthalt in Saujon besprochen. Anschließend haben wir uns im Foyer
zusammengefunden und ein paar witzige Kennlernspiele gespielt. So mussten wir uns
beispielsweise nach der Größe und dann alphabetisch nach Vornamen aufstellen. Mit unseren
Austauschpartnern haben wir dann eine Rallye durch die Schule gemacht. Es hat viel Spaß gemacht
und uns geholfen, uns in der Schule (Collège André Albert) besser zurecht zu finden. Nach der
Rallye starteten wir unser Poesieprojekt. Unsere Aufgabe lag darin, in der Zeit, in der wir in Saujon
waren, ein Gedicht zu schreiben, das unsere Emotionen rund um die Austauschsituation beinhalten
sollte. Dabei hatten wir so ziemlich alle Freiheiten. Wichtig war nur, dass es um die Zeit in
Frankreich und unsere Situation gehen sollte. Den Nachmittag haben wir dann mit unseren
Gastfamilien verbracht.

Donnerstag - Das Futuroscope in Poitiers
Am Donnerstag, den 15. September sind wir (die Austauschtruppe und die Franzosen) von Saujon
aus mit dem Bus nach Poitiers zu dem naheliegendem Futuroscope gefahren. Dort angekommen hat
es angefangen zu nieseln, dennoch haben wir uns direkt in Gruppen aufgeteilt und sind auf
Entdeckungstour gegangen.
Als erstes ging es zu einem großen Gebäude (es sah so aus wie das Hexenschloss aus ,,Der
Zauberer von Oz", etwas futuristisch, „Jules Verne - L‘extraordinaire voyage“).
Nach einer kleinen Warteschlange und einem Erklärungsfilm, durfte man sich auf einen Sitz (wie
im Kino - nur mit Anschnallgurten) setzen und dann hob die ganze Sitztribüne ab und lehnte sich
nach vorne. Vor der Tribüne wurde auf einer riesigen Leinwand ein Film von dem Park und
verschiedenen Orten der Welt abgespielt, es ging beispielsweise durch die Sahara, die Alpen und
durch eine Stadt in Indien. Nebenbei hat sich die Tribüne immer nach vorne und nach hintengelehnt,
dazu gab es ab und zu etwas Wassernebel ins Gesicht, um das Erlebnis so echt wie möglich

wirken zu lassen. Danach schlenderten wir in ein Planetarium, wo uns an der Decke mit einer
riesigen Leinwand gezeigt wurde wie das Universum entstanden war. Als nächstes waren wir in
einem Rabbit Museum (die Rabbits ist eine Kinderserie), dort gab es auch eine Fahrt, wo man auf
Plastik- Toiletten saß und man bekam eine witzige Show zur Entstehung zu sehen. Danach sind wir
in eine Achterbahn gestiegen, die war echt witzig und man war kurz für 3 Sekunden im freien Fall...

Freitag und Montag – Die französische Schule und die Stadt Saujon

Am Freitag begann unser Tag mit zwei Stunden Unterricht. In verschiedenen Klassen aufgeteilt
konnten wir unterschiedliche, auch uns so nicht bekannte Fächer besuchen und einmal so richtig
französischen Unterricht mitmachen. Wir haben die unterschiedlichsten Erfahrungen gemacht,
ebenso am Montagnachmittag. Gegen 12:00 Uhr gab es Mittagessen in der Schulkantine. Da haben
wir unsere Austauschpartner wiedergetroffen. In der Kantine gab es viele Regeln und leckeres
Essen ;) Nach dem Essen und einer schönen Mittagspause haben wir dann erneut in Form einer
Rallye Saujon erkundet. Es war sehr lustig und wir konnten viel von dieser doch recht kleinen Stadt
sehen und erfahren. Wir waren um 16:30 Uhr fertig und durften zu unseren Gastfamilien gehen. Der
reguläre Unterricht endet dort übrigens auch um 16:30 Uhr, ein ganz schön langer Schultag (und
danach noch Hausaufgaben...)!

Wochenende in den Familien

Das Wochenende verbrachten wir alle mit unseren Familien. Viele hatten Spaß am Strand oder in
der Stadt, trafen sich mit Freunden oder blieben einfach zu Hause, um mal einen Tag Pause zu
machen.

Ab auf die Insel AIX!

Am Dienstag den 20.9.2022 fuhren wir mit einem Bus von der Schule zum Hafen bei Fouras und
fuhren dort mit einer Fähre ca. 20 Minuten zur Île d'Aix. Auf der Insel angekommen durften wir sie
in Gruppen erkunden gehen. Die Rallye wurde währenddessen ausgefüllt. Der Blick aufs Meer von
der Küste war echt gut und die Geschichte hinter der Insel ist auch interessant, da dort z.B. auch
Napoleon gelebt hat. Das Fort Boyard konnte man zwar nur aus der Ferne sehen, aber es war
trotzdem beeindruckend. Wir hatten genug Zeit die Insel zu erkunden und konnten dadurch vieles
sehen.Es gab dort auch Shops für diejenigen, die Souvenirs kaufen wollten und Fahrräder, um über
die Insel zu fahren. An der Küste konnte man auch Austernschalen sammeln und Austernzuchten
sehen. Es gab eine Pferdekutsche, die über die Insel fuhr, das Fort Liédot sah auch sehr schön aus,
der Leuchtturm im Südwesten der Insel war ebenfalls gut anzuschauen und es war alles in allem
eine schöne Insel mit schöner Geschichte. Es hat uns dort sehr gefallen und wir würden es
weiterempfehlen die Insel zu besuchen, wenn man in Frankreich in der Nähe dieser Insel ist oder
auch beim nächsten Austausch!

Le retour – die Rückfahrt

Am Mittwoch dem 21.9. haben wir uns um 07:00 Uhr am Hauptbahnhof von Saujon getroffen und
uns von den Austauschschülern und den Familien verabschiedet. Um 07:30 Uhr fuhr der Zug ab
nach Angoulême, der Partnerstadt von Hildesheim. Angekommen am Bahnhof haben wir unsere
Koffer in die Eingangshalle gestellt und ein kleines Quiz gemacht, um herauszufinden, wer bei den
Koffern bleiben darf und wer in die Innenstadt auf den Berg mitgehen soll. Oben angekommen
konnten wir uns für eine Stunde die Stadt, die Markthalle und Geschäfte angucken - oder einfach
nur etwas essen. Als wir unten wieder angekommen sind, konnten wir direkt auf das Gleis gehen.
Der TGV brachte uns nach Paris, wo wir mit der Metro ohne Probleme zum Gare de l‘Est zu
unserem nächsten Zug gekommen sind. Der ICE von Paris ging in Richtung Frankfurter
Hauptbahnhof. Als wir dann mit dem Zug über die Grenze fuhren, fing es schon an mit den
Verspätungen. Zum Glück konnten wir bereits in Mannheim in unseren letzten Zug umsteigen.
Ungefähr bei Göttingen lagen wir schon bei 30 Minuten Verspätung. Endlich sind wir um kurz nach
22.00 Uhr in Hildesheim angekommen und haben uns von unseren Freunden verabschiedet, um
müde und erschöpft, aber zumeist ziemlich zufrieden und glücklich nach Hause zu fahren.

Auf Wiedersehen im Dezember 2022 in Hildesheim!

Lina Grönewald
Ben Behr
Caitlin Gouby
Simon Sarstedt
Margareta Ruby
Andrea Gonschior
Corinna Schönsee
 
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