Kompromisse finden!

Die Bundestagsabgeordnete Ute Bertram am 12.6. 2017 im Gespräch mit Schülern des 11. Jahrgangs

„Politik ist das Bestreben, einen Kompromiss zu finden!“ So definiert die Bundestagsabgeordnete Ute Bertram, die im Jahre 2013 auf Anhieb den Hildesheimer Wahlkreis als Direktkandidatin gewann, das Feld, in dem sie sich seit ihrem Eintritt in die CDU 2006 bewegt. Das schließe auch ein, dass sie sich mit politischen Gegnern verständigen müsse, also auch nicht immer alle Ziele, die sie gerade im Wahlkampf formuliere, durchsetzen könne.

Ute Bertram, so erklären gleich in der Einführung die gastgebenden Schüler, war insbesondere deshalb in den Unterricht eingeladen worden, weil die Schüler der beiden Kurse von Herrn Prick sie bei ihrer Berlinexkursion in den Bundestag am 8.5. 2017 nicht angetroffen hatten. Dabei räumt Bertram gleich zu Beginn auf Anfrage der anwesenden Schüler des 11. Jahrgangs, die viele Fragen vorbereitet haben, ein, Langeweile während der Sitzungen komme auch vor. Und auch weitere Probleme gibt sie zu: „Ich als Nichtjuristin hatte es nicht immer einfach, mich in die vielen Sachthemen einzuarbeiten.“ Gerade darum müsse sie bei Abstimmungen auch oft den Vorschlägen ihrer Fachkollegen folgen, ohne dies als „Fraktionszwang“ zu verstehen. Sie lasse sich jedoch keineswegs von Lobbyisten beeinflussen – „ganz klar“ würden diese versuchen, Abgeordnete zu manipulieren.

Während des Gesprächs im großen Musikraum werden Frau Bertram viele Karikaturen gezeigt, darunter auch zur Politikverdrossenheit. „Ich wäre bereit, darüber nachzudenken, das Wahlalter auf 16 Jahre herabzusetzen!“, denkt sie laut über Lösungen nach. Bei der Karikatur zur Höhe der Diäten weist Ute Bertram darauf hin, dass diese mittlerweile nur noch dann „angepasst“ werden würden, wenn auch die Löhne steigen würden. Und: Sie würden „mit dem Höchststeuersatz besteuert.“ Nebeneinkünfte habe sie selbst keine, allerdings weist sie auch auf die Situation zum Beispiel der Landwirte und der Inhaber kleinerer Unternehmen unter den Abgeordneten hin. Diese würden verständlicherweise auch an die Zeit nach einer möglichen Abwahl denken.

Zur AfD gefragt, ist Bertram eindeutig: Mit ihren Aussagen sei die Partei „politikschädigend“. Bei der Terrorismusbekämpfung denkt die Abgeordnete besonders darüber nach, dass der Staat bei Messengerdiensten wie Whatsapp keinen Zugriff habe – auf diesem Feld müsse „der Staat sich noch besser aufstellen“, um auf Augenhöhe mit den Terroristen zu sein. Besonders genau hören die männlichen Zuhörer jedoch bei einem anderen Thema hin: Über eine Wiedereinführung der Wehrpflicht könne durchaus diskutiert werden.

In jedem Fall interesseweckend scheint der Besuch der Abgeordneten für viele am Ende gewesen zu sein, beeindruckt waren viele auch davon, dass man auch dann, wenn man sich über Jahre von dem Berufsleben entfernt, um sich der Kindererziehung zu widmen, in den Bundestag einziehen kann – womöglich konnte an diesem Vormittag Politikverdrossenheit und geringer Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl im Herbst 2017 erfolgreich entgegengewirkt werden.




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Die Einschulungsfeier für die neuen 5. Klassen fand am Freitag, den 4.8.2017 um 9 Uhr in der Mehrzweckhalle des Goethegymnasiums statt.
Sehen Sie Bilder von der Veranstaltung in unserer Bildergalerie.
Hier berichten Teilnehmer des Oberstufenkurses "Segeln" täglich von ihrer Exkursion.
„Alles stirbt in kurzer Frist, zurück bleibt einsam der Bassist.“
Ganz so schlimm war es doch nicht: Neben dem Bassisten überlebten nicht nur alle Mitglieder der hervorragend aufspielenden Band der Musical-Company der 5. und 6. Klassen, sondern auch die meisten jungen Darsteller, die sich in großer Zahl und mit viel Spielfreude auf der Bühne tummelten.
Wie bereits bei vergangenen Wahlen auf Bundes- oder Landesebene waren die Schülerinnen und Schüler ab Jahrgang 8 auch zur diesjährigen Bundestagswahl aufgerufen, ihre Stimme bei der Juniorwahl abzugeben.
Wer heute eine Kirche betritt, wäre erstaunt, kein Kirchengestühl vorzufinden. Bis ins Hochmittelalter war das jedoch so! Erst im Zuge der Reformation wurden Kirchenbänke eingeführt. Jetzt - fünfhundert Jahre nach der Reformation durch Martin Luther – erschien es den Schülerinnen und Schülern des ev. Religionskurses 10a/c an der Zeit, diese in die Jahre gekommenen Möbelstücke einmal gründlich zu „reformieren“ und an die Bedürfnisse heutiger Kinder und Jugendlicher anzupassen.

Im Rahmen der KinderKathedrale 2017 des Kirchenkreises Hildesheim-Sarstedt, der Material zur Verfügung stellte, konnten so sechs Kirchenbänke neu gebaut oder umgestaltet werden.

Dabei entstand ein Palettensofa, die „Familienbank“, mit zwei unterschiedlichen Sitzhöhen, auf dem sich Kinder und Erwachsene auf Augenhöhe begegnen können. Unter den Armlehnen des Sofas befinden sich Bücher, die gemeinsam gelesen, aber auch getauscht werden können. Wer so gemeinsam Zeit mit seiner Familie verbringen möchte, sollte sich schnell in die St. Andreaskirche aufmachen!

Die üppig bepflanzte „Bank Edens – das Paradies der Neustadt“, die ihrem Namen alle Ehre macht, kann man derzeit auf dem Neustädter Markt bewundern.

Auf dem Alten Markt steht der bunte Deckchair „Wiesentraum“, in dem man sehr bequem „das Paradies auf Erden“ – so der Slogan – genießen kann!

Wer es etwas ruhiger mag, kann auf der „Himmelsbank“ am Hohnsensee mal so richtig blau machen. Zwei Picknicktische wurden an der Bank angebracht und laden zum entspannten Chillen mit Blick aufs Wasser ein.

Der „Gaststuhl“, der in Himmelsthür gegenüber der Pauluskirche steht, erinnert den Besucher daran, dass er es sich als „Gast auf Erden“ ruhig bequem machen darf.

An Hildesheims „Tor zur Welt“, dem Hauptbahnhof, steht die „Bank der Nationen“, die sich dem interreligiösen Dialog verpflichtet fühlt. Ihr Motto „Gott liebt alle Menschen“ wurde in verschiedenen Sprachen – darunter arabisch, hebräisch, chinesisch und finnisch – auf die Bank geschrieben.

Bis zum 4. November 2017 können diese und zwölf weitere Bänke, an denen sich jeweils ein Infoschild mit QR-Code befindet, auch per Geocaching-Tour entdeckt werden. Viel Spaß beim Suchen und Entspannen!
(sö)
Wir sind zwei Mädchen aus der 10. Klasse, die an dem Austauschprogramm "Brigitte Sauzay" teilgenommen haben.
Unser Abenteuer in Südfrankreich begann am 8. September und endete am 1. Dezember. Der Austausch führte uns nach Marseille und Bollène in der Region Provence Alpes Cote d'Azur. Da der Austausch auf Beidseitigkeit beruht, ist dieser kostenlos.

Nach anfänglichem Heimweh haben wir uns gut eingelebt, sodass wir die Zeit genießen konnten. Sprachlich war es am Anfang ein bisschen holprig, aber nach einer Weile versteht man unerwartet viel. Zudem gewöhnt man sich an das schnelle Tempo der Franzosen. Das Sprechen fiel uns jedoch lange noch schwer. Es fehlen einem einfach viele Vokabeln und außerdem muss man sich auch erstmal überwinden einfach drauf los zu reden.
Das Familienleben verhält sich ziemlich gleich zu dem deutschen. Es gibt jedoch viele auffällige Unterschiede in den Schulsystemen. Zum Beispiel ist die Schule in Frankreich deutlich länger und der Unterricht ist frontal gestaltet. Das bedeutet, dass die Schüler keine mündliche Leistung erbringen müssen und die Lehrer den Unterrichtsstoff wie in einer Vorlesung vortragen und die Schüler sich dazu Notizen machen. Das machte das Verstehen für uns natürlich deutlich schwieriger. Die Lehrer sind distanzierter zu den Schülern. Das führt zu einem schlechteren Verhältnis. Dagegen versuchen die Franzosen, denen man im Alltag begegnet, einem so weit wie möglich zu helfen, um das Verstehen zu erleichtern.
Insgesamt gefiel es uns dort sehr gut. Die Umgebung UND das Wetter sind gigantisch und man unternimmt viele Ausflüge mit seiner Gastfamilie.

Trotzdem freuten wir uns schon riesig auf unsere Familien und unsere Freunde in Deutschland. Ganz besonders auch auf die Weihnachtszeit.

Luca Fisch und Kea Eickbusch
Hi, ich bin Lani und gehe eigentlich in die 10. Klasse am Goethe, zurzeit bin ich aber für 9 Monate an der Australischen Gold Coast um dort eine High-School zu besuchen.

Ich bin jetzt seit zwei Monaten hier und habe mich schon ganz gut eingelebt und an die Umgebung hier gewöhnt, was mir relativ leichtgefallen ist, da die Australier definitiv freundlicher und offener sind als die Deutschen und mich alle sehr herzlich aufgenommen haben.

Ich wollte schon immer gerne ein Auslandsjahr machen und als dann entschieden wurde, dass wir wieder 13 Jahre Schule haben, wollte ich das zusätzliche Jahr gerne dafür nutzen. Die Wahl, in welches Land ich gehen möchte, war eigentlich keine schwere Entscheidung, da seit meiner letzten Reise nach Australien feststand, dass ich hier nochmal herkommen möchte. Australien ist ein wunderschönes Land mit extrem vielen Möglichkeiten zu reisen und sich die tollen Strände, Nationalparks oder die großen Städte anzuschauen und ich möchte auf jeden Fall versuchen während meiner Zeit hier so viel wie möglich zu sehen und herumzureisen.

Die Gold Coast liegt direkt an der Australischen Ostküste und ist mit einer halben Stunde Fahrt nach Brisbane gut erreichbar (wenn man denn den 24-Stunden-Flug hinter sich gebracht hat…). Die Stadt hat die perfekte Kombination aus Großstadtleben, extrem schönen Stränden und den Nationalparks mit Regenwald, also wird einem hier ganz bestimmt nicht langweilig. Das Wetter ist auch unfassbar gut und bei 30 Grad und Sonne kann man jeden Tag am Strand liegen oder surfen gehen.

Das Schulleben hier ist schon recht anders als zuhause aber hat mir auf jeden Fall gezeigt, wie gut wir es zuhause in Deutschland haben. Der Unterricht hier endet jeden Tag um 15 Uhr und Schuluniform ist für jeden Pflicht. Es ist aber definitiv eine tolle Erfahrung mal andere Fächer als in Deutschland zu haben. Hier habe ich zum Beispiel die Möglichkeit Fächer wie Business, Media, Legal Studies, Aquatic Practises oder Hospitality zu wählen, was den Schulalltag wirklich interessant gestaltet. Generell fällt mir aber schon auf, dass wir in Deutschland recht gut mit unseren Fächern aufgestellt sind, da vielen hier einfach das Allgemeinwissen fehlt und beispielsweise in Mathe Stoff unterrichtet wird, den wir zuhause um die zwei Jahre früher lernen würden. Allgemein wird hier nicht wirklich viel gelernt, da in den Unterrichtsstunden nur die Ersatzarbeiten vorbereitet werden und in diesen Fächern dann auch keine Exams anstehen, für die man hätte lernen müssen. Hausaufgaben gibt es auch nicht, was gut ist, da man so jeden Tag nach der Schule and den Strand gehen kann. Meine Schule liegt ungefähr 15 Minuten mit der Straßenbahn vom Meer entfernt, was ich auf jeden Fall ausnutze.

Ich habe jetzt erstmal für die nächsten zwei Monate Sommerferien, bevor dann die Schule und die 11. Klasse hier für mich beginnt. Euch noch viel Spaß beim Lernen und Frieren.
Am 6. Dezember 2017 feierte das Goethegymnasium sein erstes Lindefest.

Die Linde, das Symbol der Schule, hat das Goethegymnasium von den Anfängen 1858 bis 2016 begleitet. Nachdem im letzten Jahr die Linde aufgrund von Schadensbefall gefällt werden musste, ist in der letzten Woche eine neue Linde gepflanzt worden.
Dieses Ereignis wurde gemeinsam mit einem Schulfest gefeiert.

Lesen Sie hierzu auch den Artikel aus der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung vom 7. Dezember 2017.
Am 07. und 08.12. hat die Theater-AG des Goethegymnasiums eine Eigenadaption des Films"Der Club der toten Dichter" in der Mehrzweckhalle inszeniert.

Wir schreiben das Jahr 1967. Ein neues Schuljahr beginnt im konservativen Privatinternat Burg Schwanensee. Hohe Anforderungen, ein strikter Lehrplan und harte Sanktionen bei Verweigerung sollen die Schüler zu beruflichem Erfolg führen und zur kommenden Elite machen.

Der durch Regeln und Gehorsam geprägte Schulalltag wird jedoch von der neuen Lehrerin, Frau Kerting, durchbrochen. Mit unkonventionellen Methoden fordert sie die Schüler zu selbständigem Handeln und freiem Denken auf und vermittelt ihnen die Welt der Literatur und der schönen Dinge des Lebens. Anstatt auswendig Gelerntes zu wiederholen, sollen sie Poesie nachvollziehen und dabei sich selbst entdecken.

Zwar gelingt es ihr nicht, alle zu begeistern, aber eine kleine Gruppe von Schülern ist von Kertings Unterricht fasziniert. Um dem permanenten Leistungsdruck durch Schule und Elternhaus zu entgehen, lassen sie den Club der toten Dichter wiederaufleben – einen Geheimbund, in dem sie frei von Zwängen und Erwartungen ihren Gefühlen freien Lauf lassen und ihren Träumen nachgehen können.

Sie beginnen sich mit ihren eigenen Lebensvorstellungen auseinanderzusetzen und ihren bislang strikten Gehorsam zu hinterfragen, was zu heftigen Konflikten mit Eltern und Schulleitung führt. Durch harte negative Konsequenzen erfahren sie, wie schwierig es ist, den eigenen Weg zu gehen.