Hatschepsut – eine blutrünstige Geschichte

„Alles stirbt in kurzer Frist, zurück bleibt einsam der Bassist.“
Ganz so schlimm war es doch nicht: Neben dem Bassisten überlebten nicht nur alle Mitglieder der hervorragend aufspielenden Band der Musical-Company der 5. und 6. Klassen, sondern auch die meisten jungen Darsteller, die sich in großer Zahl und mit viel Spielfreude auf der Bühne tummelten.

Nehmen wir die Auflösung vorweg: Eine fiese, intrigante Königstochter sucht sich ebensolche Partner – den Wesir als Giftspezialisten, den großmäuligen Chefkoch mit seiner Vorliebe für das Verfüttern von Menschen an die Krokodile und die Hohepriesterin, die sowieso immer Bedarf an Menschenopfern hat – und lässt zunächst ihre Eltern langsam vergiften. Kurz vor seinem Tod bestimmt der Pharao allerdings nicht sie, sondern ihre eher an GNTM interessierte Schwester Hatschepsut als Thronfolgerin. Damit scheint deren Schicksal besiegelt, aber mehrere Anschläge schlagen dank ihrer ebenso süßen wie tapferen Katze fehl, sodass ihre Schwester selbst zum Dolch greifen muss. Daran können auch die mutigen Küchenkinder nichts ändern, die den Übeltätern beständig auf der Spur sind, die Wahrheit aber auch erst erfahren, als der Pharao mit seiner Frau im dicken Nebel aus dem Totenreich zurückkehrt. Zum Glück ist eine von ihnen die dritte Tochter des Königspaars: Die Dynastie lebt weiter!
Und was geschieht mit den Übeltätern? Gift, Krokodile? Wer weiß…
Die begleitenden Lehrkräfte, Andrea Gonschior, Jacqueline Kruppa, Andreas Stötzer und Tom Martens vom TPZ! bewiesen wieder einmal, dass sie einen Sinn dafür haben, die Begabungen der Schülerinnen und Schüler herauszufinden und zu entwickeln. Es war ein furioses Feuerwerk mit starken Hauptdarstellern, mitreißender Musik (Arrangements: A. Stötzer), beeindruckendem Sologesang und einem Chor, der auch die Choreografie von J. Kruppa begeistert umsetzte. Dies alles auf einer detailreich gestalteten Bühne (Klassen 9a,9b,9d sowie die Kurse Jg.10 mit Dr. Susanne Fiedler), von der AG Veranstaltungstechnik ins rechte Licht gesetzt.