Makow Mazowiecki

Die Gesamtkonferenz hat am 15.10.2014 beschlossen, dass das Goethegymnasium eine Partnerschaft mit dem Liceum Marie Sklodowska Curie in Makow Mazowiecki aufbaut. In einem ersten Schritt fuhr im April 2015 eine Schülergruppe aus den Jahrgängen 10 und 11 nach Polen. Im September 2015 erfolgte der Gegenbesuch in Hildesheim. In den folgenden Jahren soll dieser Austausch eine feste Einrichtung werden. Unsere Partnerschule besuchen ca. 300 Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 10 -12. Der Ort Makow Mazowiecki liegt ca. 80 km nördlich von Warschau. Die Homepage der Schule: www.lo-curie.pl.

Polen Logo

Ziele des Austauschprogramms:

  • Das GGH ist Europaschule und pflegt daher den Kontakt mit Partnerschulen in Europa.
  • In Polen gibt es ein großes Interesse am westlichen Nachbarn. Wir unterstützen damit auch die Arbeit der Deutschlehrer in Polen.
  • Die Begegnungen mit Polen sollen helfen, weit verbreitete Vorurteile gegenüber Polen abzubauen.
  • Angesichts der politischen Lage in Europa ist der Ausbau der Beziehungen zu Polen ein wichtiges Zeichen.
  • Das Deutsch-polnische Jugendwerk unterstützt Schüleraustauschfahrten, zumindest für unsere polnischen Partner.
  • Schwerpunkt in der gemeinsamen Arbeit der SuS soll die deutsch-polnische Geschichte sein. Andere Schwerpunkte sind in späteren Jahren denkbar.
Der diesjährige Austausch war ein voller Erfolg, wie folgender Erlebnisbericht von Tim Schröder zeigt:
Seit vielen Jahren führt das Goethegymnasium gut funktionierende Austauschprogramme mit westeuropäischen Ländern und den USA durch. 2014 beschloss die Gesamtkonferenz auch mit unserem östlichen Nachbarland Polen eine Schulpartnerschaft anzustreben. Die beiden Lehrer Frau Martina Plümer und Herr Peter Quint organisierten daraufhin in diesem Jahr einen Schüleraustausch zwischen dem Goethegymnasium und einem Lyceum in Maków Mazowiecki, Polen. Zusammen mit 11 Schülern des 10. und 11. Jahrgangs machten sich die beiden Lehrkräfte im Frühjahr per Zug auf die Reise in die 80 km von Warschau entfernte Kleinstadt. Sowohl die deutschen als auch die polnischen Schüler nahmen das Programm wie z. B. einen Besuch der Hauptstadt Warschau und viele andere Ausflüge begeistert auf. Die überwältigende Gastfreundschaft, mit der der Hildesheimer Gruppe begegnet wurde, galt es nun zu erwidern. Es stand im September der Gegenbesuch der polnischen Schüler und ihrer  Lehrerinnen an.
Gleich nach der Ankunft des GDSCN6488äste aus Polen ging es mit allen hinauf auf den Andreaskirchturm, um sich einen Überblick über den Ort zu verschaffen, an dem die Gruppe die nächsten Tage gemeinsam verbringen sollte. Oben angekommen waren alle beeindruckt von der Aussicht und wir Goetheschüler hatten Gelegenheit mit unserem Wissen über Hildesheim zu glänzen.
Natürlich hatten wir es uns nicht nehmen lassen, die Gäste vorher bei mitgebrachten Speisen in der neuen Mensa zu begrüßen und zu bewirten.
Bereits am nächsten Tag jagte ein Event das nächste: So wurden wir herzlich von unserer Schulleiterin Frau Uhlenkamp begrüßt und durch die Schule geführt. Anschließend besuchten wir mit unseren Partnerschülern den Unterricht. Nach Schulende und einem Mittagessen in der Mensa, dem Hauptstützpunkt der Organisation, machten wir  uns auf den Weg zur Kletterhalle Jim&Jimmy, wo alle an ihre Grenzen kamen und doch schließlich den Hochseilgarten bewältigten. Auch die Trampoline trafen den Geschmack und so fand sich jeder samt Gastschüler nach einem ereignisreichen Tag zu Hause ein.
Der nächste Vormittag startete mit einem Empfang im Rathaus durch die stellvertretende Bürgermeisterin Frau Seefels. Damit war der offizielle Teil beendet und es folgte unsere selbst organisierte Stadtführung mit dem historischen Marktplatz sowie beiden Welterbestätten, dem Dom und St.Michael.
Weil anschließend eine Fahrradtour nach Derneburg auf dem Programm stand, waren die meisten schon am Morgen mit dem Rad zur Schule gekommen. Wir hatten großes Glück und das Wetter spielte mit, so dass es ein gelungener Ausflug mit Café-Pause im Glashaus wurde. Unsere Gäste konnten nebenbei auch Eindrücke von der Region um Hildesheim sammeln.
Der Samstag dagegen stand im Zeichen der Familien: Viele Gastschüler unternahmen mit ihren Familien Ausflüge. Am Abend schließlich trafen sich alle Austauschschüler mit deren Familien in der Schule zum großen Abschiedsgrillen. Selbstverständlich kam bei diesem polnisch-deutschen Abend auch die Unterhaltung nicht zu kurz: Immer ein Goetheschüler und der dazugehörige Gast aus Maków hatten einen kleinen Beitrag vorbereitet. DSCN6524So wurde jede Menge Gitarre gespielt, gesungen und vorgetragen. Unübertroffen war die Interpretation des Erlkönigs von Ehepaar Plümer mit Herrn Quint, wobei Frau Plümer schließlich in Herrn Quints Armen starb.
Am letzten Tag ging es gemeinsam nach Berlin: Nach einem Spaziergang durch das Regierungsviertel zum Brandenburger Tor hieß es Abschied nehmen und die Gäste aus Polen stiegen schweren Herzens in den Zug. Damit endeten zwar die gemeinsamen Tage in Deutschland, doch die neuen Freundschaften und die Schulpartnerschaft wird weitergehen. Für 2016 liegen bereits mehrere Bewerbungen vor.
Fazit: Es war ein gelungener erstmaliger Austausch, dem hoffentlich noch viele weitere folgen werden.


                                      


Internationaler Austausch