Elkins

USA - Schüleraustausch mit Elkins, West Virginia (17.10. – 7.11.2014)


 Mein großer Traum, einmal in die USA zu reisen, wurde in den letzten Herbstferien wahr: Mit zehn anderen Zehntklässlern und Familie Buchmeier begann unsere Reise am Flughafen Hannover. Erschöpft von dem Flug wurden wir zur positiven Überraschung aller am Flughafen Pittsburgh von einem typisch amerikanischen gelben Schulbus abgeholt und nach Elkins, West Virginia, gebracht. Dort angekommen, wurden wir von unseren Gastfamilien herzlich begrüßt und abgeholt. Nachdem wir erstmal richtig ausschlafen konnten, stand der nächste Tag den Gastfamilien zur freien Verfügung. Ich hatte unheimliches Glück und war bei einer Familie untergekommen, mit der ich sehr gut zusammen passte. Allen anderen ging es im Übrigen ähnlich wie mir.
Gruppe
Die darauf folgenden Tage besuchten wir die Elkins High School und schauten uns Elkins und sein Stadtzentrum an. In der Elkins High School, die nebenbei bemerkt Partnerschule vom Goethegymnasium ist, unterrichtet Mr. Martin, welcher den Austausch von amerikanischer Seite aus koordiniert, Deutsch. In der gemeinsamen Deutschstunde fanden die deutsche und die amerikanische Austauschgruppe näher zusammen, spätestens nach der grandiosen Welcome Party am zweiten Abend kannte jeder den anderen. Neben dem Schulbesuch unternahmen wir noch eine Menge Ausflüge: Besonders beeindruckend war der Ausblick von den Seneca Rocks, zu denen eine unglaublich schöne Felsformation gehört, welche wir hochwanderten und von dort aus all die vielen bunt gefärbten Wälder sehen konnten.
Nebel
Übertroffen wurde diese Naturschönheit nur von den Blackwater Falls, den höchsten Wasserfällen in West Virginia, denen man stundenlang staunend zuschauen kann. Zudem fuhren wir nach Helvetia, einem kleinen Dorf, welches von schweizer Auswanderern (deshalb der Name) gegründet wurde und auch noch heute bewohnt wird und für uns alle sehr interessant war, da man mitten im eigentlich englischsprachigen Amerika auf den Häusern und Grabsteinen noch deutsche Schrift entziffern kann. Durchgefroren aßen wir in der „Hütte“, dem Dorfrestaurant, eine etwas andere Variante von Käse und Brot.
Monolit
Highlight war definitiv das Wochenende in Washington D.C. Am ersten Nachmittag gingen wir in Gruppen durch das Regierungsviertel und durften nach Belieben Museen besuchen, von denen es für jeden Geschmack etwas gab, insgesamt zählen zu den Smithsonian Museen ca. 20 Stück. Ich war mit meiner Gruppe sowohl im Air and Space Museum als auch im Museum für Moderne Kunst. Am Abend gingen wir von unserem Hotel aus über den Potomac River Richtung Georgetown, dem Restaurant- und Szenestadtteil. Die Auswahl an Restaurants war riesig: Von TexMex über Pizza konnte man kulinarisch den ganzen Erdball erkunden. Letztlich entschied sich meine Gruppe für eine gemütliche spanische Bodega. Der kommende Tag begann mit einem Frühstück im Hotel, danach ging es mit der Metro wieder Richtung Regierungsviertel, wo unser Stadtrundgang startete. Dazu gehörten das Washington Monument, das Lincoln Memorial, das Weiße Haus und viele andere Sehenswürdigkeiten. Leider mussten wir danach auch schon Abschied von Washington nehmen und fuhren mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck zurück nach Elkins.



Flugzeug
Einige Tage später stand auch die große Abfahrt an, bei der unsere Gasteltern uns früh morgens verabschiedeten. Viele hatten Tränen in den Augen. Diese Reise werde ich nie vergessen, dürfte ich noch einmal mitfliegen, ich würde keine einzige Sekunde zögern. Wir alles freuen uns schon auf den Sommer und darauf, unsere Gastschüler in Deutschland begrüßen zu dürfen.

Text: Tim Schröder Fotos: Jan Brinkmann


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